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Aus einer nicht genutzten Halle auf dem Gelände des Gerätewerks Treuenbrietzen wurde in kürzester Zeit - parallel zur Trennung - eine Judohalle gebaut, die nicht nur die Sportler aus Treuenbrietzen erfreut, sondern auch von namhaften Größen des deutschen Judosports mit Erstaunen zur Kenntnis genommen wurde. In den vielen Stunden harter Arbeit, seitens der Kinder und Eltern sowie zahlreichen, hilfsbereiten Firmen der Region, wurden ruckzuck aus grauen Wänden mehrere Toiletten, Waschräume, Umkleidekabinen, ein Eingangs- und ein Bürobereich, eine Küche und letztendlich der Dojo (Übungsraum) geschaffen. Zuerst wurde die alte Farbe von den Wänden gewaschen. Manchmal, gerade wenn es nur mühselig voranging, fragten wir uns schon, ob wir jemals fertig werden. Aber zum Glück hatten wir viele fleißige Hände, die uns mit aller Kraft unterstützten. Dann wurde die gesamte Halle geweißt und die Fußbodenarbeiten vorbereitet. Denn wir wollten unbedingt einen judospezifischen Schwingboden auf der einen Hälfte und einen normalen Hallenfußboden auf der anderen Hälfte haben. Parallel zum Hallenausbau wurde der Vorraum, die Toiletten und Umkleidekabinen aufgebaut. Alte Eingänge wurden zu gemauert, Rohre für Wasserleitungen verlegt und ein paar Jahre später an der Stelle ein Durchgang für den neuen Fitnessraum geschaffen. Mit dem Trockenbau nahmen dann auch langsam die Umkleideräume und die Toiletten Gestalt an. In der schönsten Zeit, der Pause, wurde dann oft über die Anordnung der Räume, den Bauverlauf und das Material, welches beschafft werden musste, philosophiert. Oftmals arbeitete ein Team in der Halle und das andere in dem Vorraum und außerhalb der Pausen sah man sich den ganzen Arbeitstag (bis zu 15 h) nicht. Und Stillstand gab es nur, wenn die lieben Muttis mit Bergen von Essen ankamen. Gerade die Frauen schlüpften in viele Rollen. Ob sie sich nun um die Essenversorgung, das Fensterputzen oder das Tapezieren kümmerten: Ein Glück, dass sie da waren. Ja, der Aufbau der Judohalle kostete viel Kraft, Zeit und Geld. Immerhin hatten wir uns im Oktober vorgenommen, bis zum Nikolaus fertig zu sein. Hätten wir nicht unsere Kinder, Eltern, Freunde und die zahlreichen Spenden (Material, Arbeiter und Geld) gehabt, wäre der Termin der Einweihung wahrscheinlich geplatzt. Doch die Baumaßnahmen fanden noch lange kein Ende. Eigentlich hatte das Objekt am Anfang alles, was man für die Kinder- und Jugendarbeit benötigt, doch die Ansprüche der Trainer und auch des Vorstandes wuchsen. Die Werbetafeln bringen Geld, die in rot gehüllten, gepolsterten Pfeiler minimieren die Verletzungsgefahr, die Musikanlage kann auch bei großen Wettkämpfen genutzt werden und die Reckstangen, die neuen Matten und die Lehrtafeln sollen das Training optimieren. Im Jahr 2000 wurde der mit Rasenteppich beklebte Hallenfußboden noch mal überarbeitet, um die lästigen Geräusche in der Halle zu vermindern. Einzig durch die Unternehmen INWO Bau und den Malerbetrieb Guttmann war es möglich, diese Arbeiten schnell zu erledigen und so den Trainingsbetrieb nicht zu stören. Obendrauf wurde die Judohalle noch mit einem attraktiven Sportstättenbelag ausgestattet. Im gleichen Jahr wurde der Beschluss gefasst, einen Kraftraum aufzubauen. Dafür wurde ein extra Durchbruch geschaffen und die gesamten Abwasserrohre für die Toiletten- und Duschanlage umgelegt. Die alten Wände wurden teilweise tapeziert und die größte Fläche des Raums getäfelt. Der Fußboden erhielt einen strapazierfähigen Teppichbodenbelag und die Decke spezielle, greäuschdämmende Platten. Das Herzstück des Fitnessraums stellt der Turm für vier Personen von einer Schweizer Firma dar. Durch die Feindosierung mittels der Steckgewichte und der vielfach verstellbaren Sitzpositionen, können alle Muskelgruppen des Körpers effektiv trainiert werden. Trotzdem wurde noch eine Hantelbank organisiert, Gewichte und Hantelstangen in allen Varianten erworben, eine Halterung für die vielen Gewichtscheiben gebaut und ein Ergometer (Fahrrad) gekauft. Nur wenige Vereine im Land Brandenburg können ein solches Domizil ihr Eigen nennen. Dementsprechend stolz sind wir darauf und legen auch alles daran, es zu erhalten. |